ZEV-Abrechnung auslagern oder selbst führen? Was Immobilienverwaltungen wissen müssen
Was ändert sich für die Verwaltung mit einem ZEV?
Mit dem ZEV übernimmt die Eigentümerschaft eine neue Rolle: Sie wird zum internen Stromlieferanten für alle Parteien der Liegenschaft. Das ist gut – mehr Eigenverbrauch für die Anlage, tiefere Stromkosten für die Mietenden. Die Stromkosten werden damit zu Nebenkosten und laufen über die Liegenschaftsbuchhaltung. Das bringt neue Aufgaben für die Verwaltung mit sich:
- Verbrauchserfassung pro Wohneinheit
- Abwicklung bei Mieterwechsel
- Periodisch Stromabrechnung an jede Partei
- Kommunikation mit Mietenden bei Fragen zur Abrechnung
Wie aufwändig das ist, hängt stark davon ab, ob die Verwaltung diese Aufgaben selbst übernimmt, teilweise oder vollständig auslagert.
Der Unterschied: Selbst abrechnen oder auslagern?
Option 1 Self Service: Selbst abrechnen
Manche Verwaltungen führen die ZEV-Abrechnung selbst. Das funktioniert – braucht aber das richtige System, klare Prozesse und Personal, das sich damit auskennt. Besonders wer mehrere Liegenschaften im Portfolio bewirtschaftet, merkt schnell: der Aufwand summiert sich.
Option 2 Split-Service: Aufgabenteilung
Eine zweite Option ist der Split-Service: Die Stromkosten laufen als zusätzliche Kostenstelle in der Nebenkostenabrechnung. SEL übernimmt dabei:
- Tarifberechnung
- Erstellung und Plausibilisierung der Abrechnung
- REM-Import-Files mit den Verteilschlüsseln zur Verteilung der Stromkosten auf die Nebenkostenabrechnungen der ZEV-Teilnehmer
Die Verwaltung behält die Kontrolle, ohne den vollen Aufwand zu tragen.
Option 3 Full Service: SEL übernimmt
Bei der dritten Option übernimmt SEL den ZEV-Betrieb vollständig. Für die Verwaltung bedeutet das deutlich weniger Aufwand, eine Ansprechperson und keine neuen internen Prozesse. SEL übernimmt konkret:
- Stromabrechnung – SEL erstellt und versendet die Abrechnungen an alle Parteien
- Inkasso – SEL kümmert sich um das Mahnwesen bis und mit der 2. Mahnung
- Kundenservice – Bewohnende mit Fragen zur Abrechnung wenden sich direkt an SEL
- Wärme und Wasser – optional ebenfalls über SEL
Dennoch bleiben einige Aufgaben bei der Verwaltung:
- ZEV-Ansprechpartner des Elektrizitätswerks (EW) wie Kommunikation von Stromausfällen, SiNA-Aufgebote etc.
- Bezahlung und Weiterleitung der EW-Rechnung
- Einrichten der ZEV-Abrechnungsprozesse mit SEL
- Mitteilung von Mietmutationen an SEL
- Übernahme von Debitoren nach der 2. Mahnung
- Integration der ZEV-Settlements und ZEV-Erträge in die Liegenschaftsbuchhaltung
- Allfällige MWST-Abrechnungen
Yannick Berberat, Produktmanager Abrechnungslösung bei SEL, betont: «Einfache, nachvollziehbare Systeme sind entscheidend – für die Verwaltung genauso wie für die Mietenden.» Hier lesen, was Yannick aus der Praxis berichtet.
Was ein gutes ZEV-Abrechnungssystem leisten muss
Ein ZEV-Abrechnungssystem ist nicht gleich ein ZEV-Abrechnungssystem. Worauf es wirklich ankommt:
- Automatische Verbrauchserfassung – keine manuellen Ablesungen, keine Fehlerquellen, Echtzeitdaten pro Partei.
- Transparenz für Mietende – ein digitales Kundenportal (https://portal.sel.energy), über das Mietende ihren Verbrauch und ihre Abrechnung jederzeit einsehen können. Das reduziert Rückfragen und stärkt das Vertrauen.
- Standardisierte Prozesse – Mieterwechsel, Jahresabschluss, Nachzahlungen: alles nach klaren, wiederholbaren Abläufen. Unabhängig davon, ob die Liegenschaft 10 oder 100 Parteien hat.
- Skalierbarkeit – für Verwaltungen mit mehreren ZEV-Liegenschaften im Portfolio ist ein einheitliches System mit zentraler Übersicht entscheidend.
Aus der Praxis: Previs Immobilien x SEL
Previs Immobilien hat SEL nach einem Ausschreibungsverfahren ausgewählt. Den Ausschlag gaben nicht nur der Preis, sondern die Fähigkeit von SEL, die eigenen Prozesse auf die internen Abläufe der Previs abzustimmen.
Das Resultat: ein Rahmenvertrag, der bei jedem neuen Projekt automatisch greift – kein Neustart, kein Aufwand, ein eingespieltes Team. Manuel Dubler, verantwortlich für Projekte & Prozesse im Asset Management Immobilien bei der Previs, bringt es auf den Punkt:
«Die Partnerschaft mit SEL ermöglicht es uns, dass wir in diesem Bereich keine Kompetenzen aufbauen müssen, sondern uns auf unser Kerngeschäft fokussieren können und dennoch über Experten-Know-how verfügen.»
Für eine professionelle Immobilienverwaltung mit mehreren Liegenschaften im Portfolio ist das der entscheidende Vorteil: SEL übernimmt den ZEV-Betrieb, die Bewirtschaftung konzentriert sich aufs Wesentliche.
Ein konkretes Beispiel aus der Zusammenarbeit: Die Totalsanierung am Mösliweg in Köniz – drei Mehrfamilienhäuser, 73 Wohneinheiten, ZEV mit fünf Gebäuden.
Angela Guerriero, Leiterin Immobilienbewirtschaftung & -vermarktung bei der Previs, fasst zusammen, was die Zusammenarbeit im Alltag konkret bedeutet:
«Insgesamt bietet die Zusammenarbeit mit SEL eine Vielzahl von Vorteilen, die sowohl der Bewirtschaftung als auch den Mietenden zugutekommen und zu einer nachhaltigeren und effizienteren Bewirtschaftung von Liegenschaften und Siedlungen beitragen.»
Für sie die grössten Vorteile:
- Moderne Technologien ermöglichen eine präzise und zeitnahe Ablesung der Verbrauchswerte – weniger Aufwand, weniger Fehler
- Transparente Kostenweiterverrechnung stärkt das Vertrauen zwischen Verwaltung und Mietenden
- Mietende können ihren Energieverbrauch besser verstehen und optimieren
- SEL übernimmt den Kundenservice bei Abrechnungsfragen direkt – die Bewirtschaftung wird entlastet
- Die ZEV-Abrechnung durch SEL schafft Zeit für das Kerngeschäft
Nach Abschluss der Sanierung zeigt der Praxischeck aus dem laufenden Betrieb , wie effizient das Energiekonzept in der Realität funktioniert – auf Basis echter Verbrauchs- und Erzeugungsdaten.
Was eine gute ZEV-Abrechnung ausmacht
Ein ZEV steht und fällt mit der Abrechnung. Läuft sie reibungslos, merken es weder Mietende noch Verwaltung. Läuft sie nicht, merken es alle. Mit dem richtigen Partner läuft sie unsichtbar: Die Mietenden erhalten ihre Abrechnung, die Verwaltung hat eine Ansprechperson, und der Betrieb läuft – Monat für Monat.
«Eine ZEV-Abrechnung ist dann gut, wenn niemand darüber spricht. Die Mietenden erhalten ihre Rechnung, die Verwaltung hat keine Rückfragen – und wir im Hintergrund sorgen dafür, dass das so bleibt.»
Luca Comba, Leiter Betriebsteam SEL
→ Häufige Fragen zur ZEV-Abrechnung für Verwaltungen beantwortet unsere FAQ-Seite .
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